Grüne Kosmetik - Pflege aus der Natur                                                                             Oktober 2018

Wir alle wissen, wie wichtig gesunde Ernährung ist, und setzen das in unserem Alltag mal mehr und mal weniger um.

Aber hast du dich schon mal näher mit deinen Pflegeprodukten beschäftigt. Auch unsere Pflege verwenden wir täglich, viele Produkte sogar mehrmals täglich. Und die Haut isst mit! Als unser größtes Organ nimmt sie alles auf.

Trotzdem unsere Pflege genauso wichtig wie unsere Ernährung ist, wissen wir oft wenig über bedenkliche Inhaltsstoffe, Wasserbelastung, Müllberge oder lange Transportwege die mit industriell hergestellten Kosmetikprodukten einhergehen können.

 

Alternativ kann man die eigenen Pflegeprodukte selbst herstellen. Hautpflege, Zahnpflege, Lippenpflege, Haarpflege, Reinigung, Deo, etc., das alles lässt sich auch einfach und wirkungsvoll selbst machen. 

Pflegeprodukte nach den Kriterien der Grünen Kosmetik

- sind Nahrung für die Haut

- unterstützen die Haut in ihrer Funktion und Regeneration

- sind multifunktional und sanft (von Kopf bis Fuß, von jung bis alt)

- bestehen aus essbaren, vollwertigen, regionalen Zutaten

- bestehen aus wenigen Zutaten und sind einfach in der eigenen Küche herzustellen

- verzichten auf jegliche chemische Zusätze

- reduzieren die Belastung der Haut durch Chemikalien

- vermeiden Müll durch wiederbefüllbare Verpackungen

- entlasten unser Abwassers und die Umwelt

 

Als Basis werden in der Grünen Kosmetik großteils Pflanzenöle, Obst, Gemüse und Kräuter, Bienenwachs, Tonerden und Wasser verwendet. Zur Zubereitung braucht man nicht mehr als ein paar Küchenutensilien und leere Gläschen oder Flaschen.

 

In meinen Workshops rund um Grüne Kosmetik erfährst du außerdem Wichtiges zur Hygiene, optimalen Pflanzenextraktion und richtigen Anwendung der Produkte. Gemeinsam stellen wir Pflegeprodukte nach den Kriterien der Grünen Kosmetik her und du bekommst Tipps und Rezepte. 


Leben aus der Natur                                                                                                         September 2018

Gerade jetzt im Herbst, schenkt uns die Natur ihre Gaben in Hülle und Fülle! Wir müssen diese Geschenke nur erkennen, sammeln und zu nutzen wissen.

Hier einige Anregungen und Ideen was uns die Natur aktuell zur Verfügung stellt.

 

 

Grüne Waschkraft

Der Herbst ist natürlich Kastanienzeit. Rosskastanien eignen sich hervorragend zum Wäsche waschen. Mit etwas Zeit fürs Sammeln, Zerkleinern und Trocknen kann man sich jetzt einen Jahresvorrat an Waschmittel anlegen.

Rosskastanienwaschmittel:

Einfach eine Hand voll frische Kastanien oder getrocknetes Granulat in einem halben Liter Wasser über Nacht ziehen lassen oder mit einem starken Mixer kurz aufmixen. Den Sud abseihen und die gesamte Menge als Flüssigwaschmittel für die Waschmaschine verwenden. Den Kastanienrückstand kannst du noch 3-4 Mal ansetzen.

 

Auch Efeu hat Waschwirkung, die wir für Wäsche und Körperpflege nutzen können. Da er immergrün ist, können wir ihn das ganze Jahr über frisch ernten und brauchen ihn nicht trocknen.

 

Wenn du mehr über Waschkraft aus der Natur erfahren willst kannst du das zum Beispiel beim Workshop "Grüne Waschkraft" am 15. September am Tierlacherhof oder 27. September bei Sonnentor in Wien.

 

 

Pflege aus der Natur

Viele Kräuter oder Früchte lassen sich hervorragend für unsere alltäglichen Pflegeprodukte (für Haut, Haare, Lippen, Zähne, etc.) verarbeiten. Etwa das wundheilende Johanniskrautöl in einer nährend Handcreme, Melisse für eine Lippenpflege, Klettenwurzel zur Stärkung der Haarwurzeln.

 

Mehr über selbst gemachte Naturkosmetik und Grüne Kosmetik lernst du in meinen Workshops: 16. September Workshop "Kräuterkosmetik", 20. November Workshop "Zahnpflege selbst herstellen" oder 24. November Workshop "Grundlagen der Grünen Kosmetik".

 

 

Nahrung aus der Natur

Herbst ist die Zeit der Früchte, Beeren, Samen, Nüsse und Pilze. Vieles können wir jetzt sammeln und sofort genießen oder für den Winter einkochen oder trocknen.

Walnüsse, Bucheckern, Sanddorn, Äpfel, Birnen, Zwetschken, etc. können wir schon sammeln und genießen. Auch die ersten Hagebutten, Quitten und Maroni werden bald reif sein.

Nach dem Regen und den aktuell warmen Temperaturen warten alle schon auf Pilze! Die ersten Schwammerl habe ich bereits gesehen.

Natürlich bietet der Herbst auch noch viele Wildkräuter für den kulinarischen Genuss. Immer noch blüht die Schafgarbe, auf gemähten Stellen sprießt wieder der Giersch und Beifuss steht in voller Pracht.

 

Wenn du gerne unter Anleitung in die Wildkräuterküche schnuppern und gleichzeitig Pflanzen kennenlernen möchtest, kannst du das bei einem meiner Workshops rund um Wildkräuterküche. Gemeinsam mit Köchin und Lokalbesitzerin Martina findet der Kochkurs "grains trifft wilde Wiesen.Kräuter" am 20. September im grains statt. 

 

 

Heilkraft aus der Natur

Für viele Heilkräuter ist jetzt Erntezeit!

Die Goldrute können wir für einen Blasen- und Nierentee sammeln. Sie wirkt entwässernd, entgiftend und entzündungshemmend bei Harnwegserkrankungen.

Der Beifuss kann als Gewürz oder Tee zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt werden. Er regt den Stoffwechsel und die Verdauung an und wirkt krampflösend bei Bauchschmerzen oder Krämpfen. Äußerlich (als Einreibung, Tinktur, Salbe oder Bad) erfrischt er müde und schmerzende Füße nach einem langen Arbeitstag oder einer Wanderung.

Auch die Schafgarbe blüht noch und kann für Tee, Tinktur oder Ölansatz gesammelt werden. Sie ist ein fast universell einsetzbares Kraut - bei Verdauungsbeschwerden, als Frauenheilkraut, bei Krämpfen, zur Wundheilung, bei Erkältung oder Halsschmerzen oder zur allgemeinen Stärkung.

 

Möchtest du Wildkräuter gerne näher kennenlernen? Das kannst du bei meinen Kräuterwanderungen rund ums Jahr. Im Herbst finden noch drei Wanderungen statt: am 14. September, 7. Oktober und 14. Oktober.


Sommer - Sonne - Hitze                                                                                                                  Juli 2018

Manche Pflanzen können uns durch die heiße Zeit helfen, ob als Durstlöscher, After Sun Pflege oder Erfrischungsspray.

 

Als Tee oder Pflanzenwasser getrunken, hat vor allem die Minze kühlende Wirkung auf uns. Auch Melisse, Verbene oder Zitronengras sind erfrischende Durstlöscher. Bei sehr starkem Schwitzen kann Salbeitee unterstützend wirken. Achtung, Erfrischungsgetränke sollte man prinzipiell nicht mit Eis oder zu kalt trinken, das fördert das Schwitzen eher, da der Körper versucht die Temperatur auszugleichen. Daher eher zu lauwarmem Tee oder leicht kühlen Getränken greifen.

 

Auch verarbeitet in Deodorants können Kräuter ihre erfrischende, kühlende und geruchshemmende Wirkung entfalten. Minze wirkt auch äußerlich kühlend und erfrischend, als ätherisches Öl oder verarbeitet in ein sommerliches Erfrischungsspray. Kräuter wie Salbei, Lavendel, Spitzwegerich oder Melisse wirken antibakteriell und somit geruchshemmend. Sie können für Deos oder Erfrischungssprays verwendet werden.

 

Neben anderen Hausmitteln wie Aloe Vera, Topfen oder Natron können auch Kräuter bei einem Zuviel an Sonne hilfreich sein. Als After Sun Pflege oder bei Sonnenbrand wirken etwa Spitzwegerich, Petersilie oder Giersch entzündungshemmend und beruhigend. Schafgarbe, Ringelblume und Kamille wirken beruhigend, schmerzstillend und wundheilend. Alle diese Kräuter können als Waschung in Form einer starken Tees, Auflage oder Ölauszug verwendet werden.


Kochen mit Wildkräutern                                                                                                              Juni 2018

Aktuell stehen die Wiesen schon in sommerlicher Blüte. Nach dem Regen wird nun auch wieder frisches Grün nachwachsen. Ideal zum Verarbeiten der Wildpflanzen in der Küche!

 

Die Wildkräuterküche ist für mich eine ganz tolle Möglichkeit um sich mit Kräutern zu beschäftigen! Wildkräuter sind gratis und überall verfügbar, sie sind saisonal und regional, bieten tolle neue Geschmacksrichtungen, laden ein zum kreativen Ausprobieren und liefern außerdem wertvolle Inhaltsstoffe.

Viele Wildkräuter sind wahre "Superfoods" - Nährstoffbomben mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen, Farbstoffen wie Flavonoiden, Anthocyanen und Carotinoiden, Antioxidantien, Bitterstoffen und vielen mehr. Schon das allein ist ein guter Grund um sie vermehrt in unseren Speiseplan einzubauen. Außerdem sind sie auch immer ein Hingucker, ob saftiges Grün oder bunte Blütenpracht, Wildkräuter peppen alle Gerichte optisch auf. Und dann erst der Geschmack! Mit Wildkräutern können wir neue Geschmacksrichtungen und unerwartete Geschmackserlebnisse in unsere tägliche Ernährung bringen!

 

Wenn ihr Wildkräuter zum Kochen verwendet, nehmt bitte nur essbare Pflanzen und nur solche, die ihr sicher erkennt! Sammeln immer an sauberen Orten, nehmt nur frische, gesunde Pflanzenteile und nur so viel ihr wirklich braucht.

 

Hier noch einige Anregungen zum kreativen Ausprobieren:

- Grünes Brot

- Wildkräutersalat mit Blüten

- Schafgarbenbutter

- Spaghetti mit Spitzwegerich-Schafgarbensauce (eines meiner Lieblingsgerichte!)

- Gierschgemüse mit Erdäpfel

- ausgebackene Brennnessel, Bärlauchblüten oder Holunderblüten

- Pesto aus Bärlauch, Giersch oder Knoblauchrauke

- Gundelrebencreme

- schokolierte Gundelrebenblätter

....

 

Natürlich freue ich mich auch über eure Tipps, Rezepte und Erfahrungen!

 

Wenn du gerne unter Anleitung in die Wildkräuterküche schnuppern und gleichzeitig Pflanzen kennenlernen möchtest, kannst du das bei einem meiner Workshops rund um Wildkräuterküche.

Gemeinsam mit Köchin und Lokalbesitzerin Martina im grains (20. Juni Kochkurs "grains trifft wilde Wiesen.Kräuter") oder etwa am 29. Juli in Eichgraben (Workshop "Wildkräuterküche").

 


Kräuterwanderungen                                                                                                                  März 2018

Der Frühling ist da! Ostern naht mit großen Schritten! Auch wenn wir manchmal noch die Nachwehen des Winters spüren, ist das Erwachen der Natur nicht aufzuhalten. Überall sprießt frisches Grün und kommen bunte Blüten zum Vorschein!

 

Jetzt ist es Zeit hinaus zu gehen in die Natur und dieses Erwachen zu bestaunen. Mit dem Frühling liefert uns die Natur auch viele Wildkräuter für die Küche und unsere Gesundheit. Manchmal muss man schnell sein, da die Wildpflanzen nur für relativ kurze Zeit ideal zum Sammeln sind. Wie etwa jetzt die jungen Blätter des Scharbockskrautes oder die Holunderblüten im Frühsommer.

 

Auch meine Kräuterwanderungen starten jetzt! Wenn du also Wildkräuter in ihrem natürlichen Lebensraum kennen lernen möchtest, bist du hier richtig.

Ich zeige dir wie du Wildkräuter erkennst, sammelst und verarbeitest. Außerdem erfährst du Wissenswertes zu ihrer Wirkung, Verwendung und auch Geschichte

 

Ob in Wald und Wiese im Wienerwald oder manchmal auch am Stadtrand von Wien, jedes Monat kommen andere Wildkräuter zum Vorschein und es gibt Neues zu entdecken. Gemeinsam erkunden wir die Natur, ich stelle Wildkräuter vor, die für die Jahreszeit typisch sind und abschließend werden wir etwas verkosten oder verarbeiten. Damit du dich während der "Wanderung" voll und ganz auf die Pflanzen einlassen kannst, aber trotzdem später Zuhause nachlesen kannst, bekommst du von mir eine Liste der gesehenen Pflanzen mit nützlichen Infos.

 

Meine Kräuterwanderungen finden laufend, fast übers ganze Jahr hinweg statt. Ab 5 Personen biete ich auch individuelle Termine an. 

Falls du einen Garten hast und wissen möchtest welche Wildkräuter dort wachsen, können wir eine Gartenexpedition starten. Du wirst sehen wie viele Wildpflanzen dort wachsen, die du für die Küche, als Tee, für deine Gesundheit oder für Kosmetik nutzen kannst.

 

Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf einer der kommenden Kräuterwanderungen sehen!


Rückblick & Vorschau                                                                                                        Dezember 2017

Wiesen.Kräuter.Wissen feiert den ersten Geburtstag! Ein erfolgreiches und aufregendes Jahr geht zu Ende.

Ich möchte allen Interessierten und Teilnehmern für das rege Interesse, die tolle Mitarbeit und die lieben Rückmeldungen danken. Auf meiner Homepage gibt es die neue Rubrik "Gästebuch", ich würde mich sehr über Einträge oder Bewertungen von euch freuen.

Ein großes Dankeschön richte ich außerdem an alle meine Kooperationspartner, die mir Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und Werbeplattformen geboten haben.

 

Nach Abschluss der Fortbildung beim Biosphärenpark Wienerwald bin ich nun Biosphärenpark Bildungspartner. Daher kann ich nun im Rahmen meiner Veranstaltungen einen tieferen Einblick in die Region Wienerwald und ihre Bedeutung geben.

 

Auch im kommenden Jahr wird es über das ganze Jahr hinweg Kräuterwanderungen geben. Mindestens einmal im Monat in Eichgraben, aber auch vermehrt im Raum Wien.

Workshops zu Verarbeitung, Hausmitteln, Wildkräuterküche, Räuchern und vielem mehr finden übers Jahr verteilt statt.

Außerdem möchte ich mein Angebot zum Thema Naturkosmetik erweitern. Daher wird es Spezialworkshops zu verschiedenen Themen geben. Erstmals biete ich auch "Seife sieden" als Workshop an. 

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr erfüllt vom Duft der Kräuter, gemeinsame Erfahrungen und eure Anregungen.

Verbringt schöne Feiertage und kommt gut ins neue Jahr!

Vielleicht nutzt ihr ja die kommende Wintersonnwende oder die Raunächte zum Räuchern! Diese stille Zeit im Jahr eignet sich auch ideal um sich mit den im Sommer gesammelten und verarbeiteten Kräutern tiefer gehend zu beschäftigen. Ein Kräutermärchen, ein gutes Buch oder eine neue Rezeptur können uns neue Seiten an unseren Kräuterfreunden eröffnen.


Kräutermärchen und märchenhafte Kräuter                                                                       Jänner 2017

Viele Kräuter besitzen märchenhafte Eigenschaften. Daher sind sie oft Protagonisten oder zumindest Nebendarsteller in Märchen.

 

Schon in alten Märchen zeigt sich oft die große Bedeutung von Kräutern. Wie etwa in Grimms "Die 6 Schwäne" oder dem inhaltlich ähnlichen Märchen "Die wilden Schwäne" von Hans Christian Andersen. In diesen Märchen muss die Schwester stumm Hemden aus Brennnesseln anfertigen um ihre zu Schwänen verwandelten Brüder zu erlösen. Es wird deutlich welche Rolle die Brennnessel früher als Faserpflanze und für die Herstellung von Geweben spielte.

Die Brennnessel und ihre heilende Wirkung findet auch Erwähnung in Victor Hugos Roman "Les Miserables".

 

Moderne Märchenerzähler, wie Gitta Flor-SchmidtFolge Tegetthoff oder Anita Buchriegler, stellen Kräuter in den Mittelpunkt ihrer Geschichten. Sie transportieren in Form von Märchen die Eigenschaften und Wirkungen der Pflanzen. So können wir eintauchen in eine Welt, in der - die vielseitige Schafgarbe aus einem Flugunfall zwischen einer Elfe und einem Specht entsteht; das Johanniskraut auf der Suche nach seiner strahlenden gelben Farbe seine eigene Seele und Wirkung für die Menschen erkennt; wir Zwiegesprächen zwischen Brennnessel und Spitzwegerich lauschen können oder der Schwarzwaldner Michael seinen Lebensweg mit Hilfe des Odermennig geht.

 

Viele dieser märchenhaften Kräuter besitzen zahlreiche Eigenschaften, mit denen sie uns menschen zur Seite stehen.

Die Brennnessel, die uns als Jungbrunnen dient, sich zur Entgiftung und Blutreinigung eignet, aber auch im Garten hilfreiche Dienste als Bodenverbesserer und Dünger leistet.

Als ultimative Heilpflanze für Frauen, wirkt die Schafgarbe auch positiv auf die Verdauung, blutstillend und wundheilend.

Das Johanniskraut wirkt durch die gespeicherte Sonnenenergie stimmungsaufhellend und ausgleichend, hat aber auch für unsere Haut durch entzündungshemmende und wundheilende Wirkung große Bedeutung.

 

Die Liste der märchenhaften Kräuter könnte ich hier unendlich weiterführen. Geschichten und Wirkungen von weiteren Kräutern folgen laufend.