Pflanzenportrait - Der Löwenzahn                                                                                              Mai 2019

Der Löwenzahn verdankt seinen Namen dem stark gezähnten Blattrand, der aussieht wie eine Reihe von Löwenzähnen. Man kennt ihn aber auch als Pusteblume, Butterblume, Zichorie, ... allein im deutschsprachingen Raum soll es bis zu 500 volkstümliche Namen für ihn geben. Sein lateinischer Name lautet Taraxacum officinale, was auf seine Heilkraft hinweist.

Im Mai ist er allgegenwärtig, seine Blüten verwandeln zahlreiche Wiesen und Wegränden in ein gelbes Blütenmeer.

 

Löwenzahn ist eine Kurztagspflanze, er blüht daher nur an Tagen an denen es weniger als 12 Stunden hell ist - also im Frühling und Herbst. Im Sommer finden wir seine Blüten nur selten und dann eher an sehr schattigen Plätzen.

Er ist ein wichtiger Bodenaufbesserer! Durch seine Pfahlwurzel lockert er den Boden auf, macht Nährstoffe verfügbar und ist eine Kinderstube für junge Regenwürmer, die dann ihrerseits den Boden verbessern.

Auch für uns Menschen macht er Nährstoffe verfügbar. Löwenzahn ist eine sogenannte Einschleuserpflanze, er verbessert die Aufnahme von  Nährstoffen (vor allem Kalzium) aus anderen Nahrungsmitteln.

 

Seine Hauptinhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Kalium, Vitamine und Mineralstoffe in den Blättern, Inulin in der Wurzel und Flavonoide in den Blüten.

Bitterstoffe wirken verdauungsanregend, stoffwechselanregend, sekretionsfördernd und krampflösend. Somit ist Löwenzahn eine wichtige Pflanze bei Verdaungsbeschwerden und Krämpfen aller Art. Außerdem wirkt er entgiftend und ausleitend. Die jungen, zarten Blätter eignen sich hervorrragend für die Wildkräuterküche, ob im Salat, in der Suppe oder als Ausstrich.

Die Wurzel kann als Diätkost für Diabetiker verwendet werden. Man kann sie für Wurzelgemüse oder Löwenzahnwurzelkaffee nutzen.

Die Blüten geben Salat und Butterbrot ein optisches und geschmackliches Extra. Außerdem lässt sich mit ihnen Löwenzahnhonig herstellen.

 

Und zu guter Letzt: wenn der Löwenzahn dann verblüht ist, kann man mit der Pusteblume die Zukunft erkunden. Aus der Zahl der Samen, die nach dem Pusten zurückbleiden kann man erfahren wie spät es ist, wie viele Kinder man haben wird oder wie viele Lügen der Pustende erzählt hat... Wer alle Fallschirme auf einmal wegpustet ist ein Glückskind!


Gartenexpedition                                                                                                                          April 2019

Gehörst du zu den Glücklichen, die bereits einen eigenen Garten haben?

 

Neben den Pflanzen, die wir dort anbauen, sprießen auch viele Wildkräuter. Der Garten bietet eine ganze Reihe von Vorteilen beim Sammeln von Wildkräutern:

- Keine Verschmutzung durch Menschen, Autos oder Hunde. Beziehungsweise weiß ich genau welche Verschmutzung es wo geben könnte, zum Beispiel durch den eigenen Hund.

- Keine Belastung durch Pestizide oder Dünger. Beim Wildsammeln kann ich nie 100% sicher sein ob die Wiese gedüngt wurde und ob etwa vom Nachbarfeld Pestizide verschleppt werden.

- Nähe! Ich habe immer frische Kräuter zum Kochen oder für einen Heiltee zur Hand.

- Sicheres Erkennen: Wenn ich die Wildpflanzen in meinem Garten einmal kenne, kann ich mich im Laufe des Jahres mit ihren Merkmalen näher beschäftigen. Wie sieht die Pflanze im zeitigen Frühjahr aus, wenn sie gerade austreibt, wie wenn sie Blüten, Früchte oder Samen entwickelt. Das gibt viel Sicherheit beim Erkennen von Pflanzen. In meinem Garten weiß ich genau wo und wann welche Pflanze wächst, eventuell kann ich sie sogar mit einem Schild markieren.

- Meist brauchen wir genau die Pflanzen, die in unserer Nähe wachsen. Wir sollten genau diesen Pflanzen unsere Aufmerksamkeit schenken und sie näher kennenlernen.

 

Im Rahmen einer Gartenexpedition komme ich zu dir nach Hause und wir starten eine etwa zweistündige Expedition durch deinen Garten. Gemeinsam erkunden wir welche Wildpflanzen und sogenannten "Unkräuter" in deinem Garten wachsem, wie du sie erkennst, welche Wirkung sie haben und wie du sie für Küche, Gesundheit, Hausmittel und Pflege nutzen kannst. Je nach Verfügbarkeit der Pflanzen verkosten oder verarbeiten wir auch vor Ort ewas. An den individuellen Terminen können bis zu 5 Personen teilnehmen, so profitieren auch deine Freunde oder Familie.

 

Falls du selbst (noch) keinen Garten hast, möchtest du vielleicht eine Gartenexpedition zum Geburtstag, zu Ostern oder zum Muttertag schenken!


Frühlingserwachen                                                                                                                      März 2019

Tagsüber wärmt die Sonne die Luft, die Vögel zwitschern, um die Palmkätzchen surren schon Insekten, die ersten Knospen der Sträucher und Bäume platzen auf, überall sprießt frisches Grün und die ersten bunten Blütentupfen erscheinen auf den Wiesen... es ist Frühling!

 

Die Natur erwacht und alles streckt sich der Sonne entgegen!

Beim Frühlingsspaziergang kann man nun täglich neue Pflanzen entdecken, die gestern noch nicht da waren.

Die ersten zarten Spitzen vom Bärlauch bohren sich durchs Laub. An geschützten sonnigen Plätzen treibt bereits der Giersch aus. Die saftig grün glänzenden Blätter des Scharbockskrautes gehören zu den ersten Vitaminlieferanten im Frühling. Auf den Wiesen und unter Hecken sprießen Schneeglöckchen, Primeln und Leberblümchen. Aus den Hecken und am Waldrand leuchten die gelben Blüten der Kornellkirsche.

Beim heutigen Morgenspaziergang habe ich bereits die ersten Blüten von Lungenkraut entdeckt und ein junge zarte Blättchen der Schafgarbe gesammelt. Im Garten habe ich sogar schon ein paar weiße und lila Blüten vom Veilchen gefunden!

 

Jetzt geht alles Schlag auf Schlag, man kann der Natur förmlich zusehen beim Wachsen.

Wir spüren auch wie es uns wieder hinauszieht, in die Natur, an die frische Luft und in die Sonne. Wenn wir diesem Drang folgen können wir in der erwachenden Natur täglich Neues und Fasizinierendes entdecken.

Ich wünsche euch viel Freude beim Start ins Kräuterjahr!