Pflanzenportrait - Der Beifuss                                                                                                August 2020

Im Sommer gedeiht der Beifuss (lateinisch Artemisia vulgaris) üppig an Wegrändern und auf Böschungen.

Sein Erscheinungsbild ist oft fast das eines Strauches, da er bis zu 3 Meter hoch und sehr ausladend wachsen kann. Seine Blüten jedoch sind unscheinbar, gelblich-grün.

 

Der Beifuss hat einen intensiv aromatisch-würzigen Duft und aromatisch-bitteres Aroma.

Ein paar frische Blütenknospen gekaut wirken erfrischend wie ein "Tic Tac" von der Wiese. Seine frischen Blätter und Blüten können auch in der Küche eingesetzt werden, eher in Maßen, da sie sehr bitter schmecken.

Zu Gänsebraten ist er das traditionelle Gewürz. Er macht nämlich schweres fettiges Essen leichter verdaulich. Die enthaltenen Bitterstoffe wirken verdauungsanregend und stoffwechselanregend. Außerdem können sie bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Bauchschmerzen eingesetzt werden.

Wegen seiner krampflösende Wirkung ist der Beifuss eine wichtige Frauenpflanze. Außerdem hat er hormonell ausgleichende Wirkung (über die Hypophyse), wirkt menstruationsfördernd, stärkt die Fruchtbarkeit und die Weiblichkeit. Aufgrund seiner starken Wirkung ist er nicht für Schwangere, Stillende und Kleinkinder geeignet.

 

Als Einreibung, Salbe oder Fußbad eignet er sich hervorragend für müde, schwere, schmerzende und geschwollene Füße. Hier wirkt er belebend, erfrischend und abschwellend. "Beim Fuss" getragen (also in die Schuhe gelegt oder die Füße damit eingerieben), gibt er dem Wanderer Kraft, schützt vor Muskelkater und Müdigkeit.

 

Als Räucherpflanze, vor allem im Winter und zu den Sonnwenden, wirkt er reinigend, schützend, insektenabwehrend und zur Förderung von Loslassen und Neubeginn.

 

August bis September ist genau die richtige Zeit um Beifuss zu sammeln und zu trocknen oder weiterzuverarbeiten!


NEU !! Kursreihe bzw. Module                                                                                                      Juli 2020 "Selbermacher - Altes Wissen für Neue Zeiten"

Wir können so vieles für unseren Alltag selbst machen - Nahrung, Pflege und Reinigung!

 

Das alte Wissen und traditionelle Methoden werden nun wieder neu entdeckt. Sie helfen uns auch in der heutigen Zeit sich selbst (aus der Natur) zu versorgen, den Konsum zu reduzieren und gesunde, schmackhafte Produkte herzustellen.

In dieser Kursreihe lernst du die Kunst des Seife Siedens und Herstellung von Körperpflegeprodukten, die traditionellen Methoden von Fermentieren und backen mit Sauerteig, außerdem Wege zur natürlichen Reinigung.

 

Wann: 5 Module jeweils 14:00 - 18:00 Uhr

Termine: jeweils Sonntag 11. Oktober 2020, 8. November 2020, 13. Dezember 2020, 17. Jänner 2021, 14. Februar 2021

Wo: Tierlacherhof Ollern (20 min ab Wien, auch öffentlich erreichbar)

 

Kostenbeitrag:

Gesamte Kursreihe € 380,- (inkl. Materialien, Rezepte, selbst hergestellte Produkte, komplette Mappe mit ausführlichen Skripten)

Einzelmodule je € 82,- (inkl. Materialien, Rezepte, selbst hergestellte Produkte, digitales Skript)

 

Anmeldung: kontakt@wiesen-kraeuter-wissen.at oder hier

 

Modul 1 "Gemüse Fermentieren"                                                                                      - 11. Oktober

Das Fermentieren ist eine alte Methode der Konservierung, die gerade wieder neu entdeckt wird. Es eignet sich besonders gut um unser saisonales Gemüse haltbar zu machen.

Die Zubereitungen sind einfach, verbrauchen keinen Platz in der Tiefkühltruhe und bieten ein tolles Geschmackserlebnis mit vielen Nährstoffen.

 

* Grundlagen des Fermentierens

* Verkostung von verschiedenen fertigen Fermenten

* Rezeptideen

* Herstellung von 4 selbst gemachten Produkten aus saisonalem Gemüse

Modul 2 "Seife Sieden"                                                                                                       - 8. November

Die Kunst des Seife Siedens ist etwa 5000 Jahre alt. Auch heute bietet es eine tolle Möglichkeit seine eigene Seife aus hochwertigen und natürlichen Zutaten selbst herzustellen sowie sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Nach einer Reifezeit von etwa 5 Wochen kannst du dann deine selbst gemachten Seifen verwenden. Das geht sich auch noch aus für Weihnachtsgeschenke ;-)

 

* Grundlagen des Seife Siedens im Kaltverfahren

* Sicherheitsvorkehrungen

* welche Öle für welche Seife verwenden?

* Berechnung von Rezepten

* Herstellung von Körperseife

* Herstellung von Haarseife

Modul 3 "Körperpflege"                                                                                                   - 13. Dezember

Wir können unsere Körperpflegeprodukte von Kopf bis Fuß selbst herstellen!

Dabei nutzen wir hochwertige, natürliche Zutaten, stimmen die Produkte auf unsere individuellen Bedürfnisse ab und unterstützen unseren Körper optimal. Außerdem schonen wir bei dieser Selbstversorgung die Umwelt und unsere Geldbörse.

Auch hier geht es sich aus, dass du mit dem gelernten Wissen noch selbst Weihnachtsgeschenke zauberst.

 

* Zutaten, Wirkungsweisen, Herstellungsverfahren

* verschiedene Rezepte

* Hautpflege

* Lippenpflege

* Deodorants und Allround-Spray

* Zahnpflege

* Herstellung von 4 Körperpflegeprodukten für den Alltag (Hautpflege, Lippenpflege, Deo, Zahnpflege)

Modul 4 "Backen mit Sauerteig"                                                                                           - 17. Jänner

Brot aus Sauerteig ist gut verträglich, hat ein ausgezeichnetes Aroma und ist lange haltbar. Selbst gemacht schmeckt es natürlich am besten!
Lerne in diesem Workshop die Grundlagen des Backens mit Sauerteig, vermehre deinen eigenen Teig und backe dein vielleicht erstes Brot.

 

* Sauerteig: Herstellung, Chemie, Pflege, ...

* verschiedene Getreidesorten

* Verkostung

* Rezepte

* Herstellung von Brot aus Sauerteig

* Herstellung von verschiedenem Gebäck aus Sauerteig

* Sauerteig im Glas für zuhause

Modul 5 "Grüne Waschkraft"                                                                                               - 14. Februar

Viele Pflanzen enthalten sogenannte waschaktive Stoffe, mit ihrer Hilfe können wir auf natürliche Weise reinigen und waschen.

Natürliche Reinigung ist auch mit Hilfe anderer Naturprodukte wie Asche, Mehl, Öl, Natron, etc. sanft und umweltschonend möglich.

Egal ob für Wäsche, Geschirr oder Körperpflege, wir können unsere natürlichen Waschmittel selbst herstellen.

 

* verschiedene Wirkmechanismen von natürlicher Reinigung

* waschaktive Pflanzen

* Asche, Lomentum, Strigil, Natron

* Herstellung von Waschmittel, Reinigung für Haut und Haar, Geschirrspülmittel, Haushaltsreiniger


Aktuelles                                                                                                                                          Juni 2020

Ab 1. Juni können meine Termine wieder mit regulärer Teilnehmeranzahl stattfinden (max. ca. 12 Teilnehmer).
Aktuell finden noch alle meine Workshops und Module im Freien statt. Somit besteht keine Notwendigkeit von Mund-Nasen-Schutz.

Welche Termine schon bald wieder Indoor abgehalten werden können, prüfe ich gerade.

 

Jahresausbildung "Wilde Kräuter im Jahreskreis"

Auch die Jahresausbildung ist angelaufen und findet momentan im Freien statt.

Dieses Jahr sind beide Gruppen ausgebucht. Es gibt für einzelne Module noch Restplätze.

Gerne kannst du dich schon auf die Interessentenliste für 2021 setzen lassen und bekommst alle Infos und Termine sobald sie fixiert sind.

 

NEU!!  Kursreihe bzw. Module "Selbermacher - Altes Wissen für Neue Zeiten"

Wir können so vieles für unseren Alltag selbst machen - Nahrung, Pflege und Reinigung!

 

Das alte Wissen und traditionelle Methoden werden nun wieder neu entdeckt. Sie helfen uns auch in der heutigen Zeit sich selbst (aus der Natur) zu versorgen, den Konsum zu reduzieren und gesunde, schmackhafte Produkte herzustellen.

In dieser Kursreihe lernst du die Kunst des Seife Siedens und Herstellung von Körperpflegeprodukten, die traditionellen Methoden von Fermentieren und backen mit Sauerteig, außerdem Wege zur natürlichen Reinigung.

 

In 5 Modulen zu je 4 Stunden, ab Herbst. Details und Anmeldung hier

 

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Holunderblüten

Der Duft von Holler liegt in der Luft!

 

Wer kennt ihn nicht den Klassiker - Holunderblütensirup? Hier mein Rezept:

2 L Wasser

1 kg Zucker

3-5 Handvoll Holunderblüten

3 Zitronen + eventuell Zitronensaft

Wasser und Zucker vermengen, aufkochen und etwas abkühlen lassen. Holunderblüten, klein geschnittene Zitronen und eventuell Zitronensaft mit dem abgekühlten Wasser-Zuckergemisch übergießen. Das Ganze zugedeckt 3-5 Tage stehen lassen und immer wieder umrühren. Dann die Flüssigkeit gut abseihen, aufkochen und noch heiß in saubere Flaschen abfüllen.

 

Die duftenden Holunderblüten eignen sich auch hervorragend um Wasser, Getränke oder Süßspeisen zu aromatisieren. Dafür einfach einige Blüten in die entsprechende Flüssigkeit einlegen und einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen.

In Palatschinkenteig getunkt und in Fett ausgebacken sind sie einfach ein Gedicht!

 

Tipp: Das meiste Aroma ist im Blütenpollen, daher ist es wichtig einen trockenen, sonnigen und windstillen Tag zum Sammeln abzuwarten und die Blüten auf keinen Fall zu Waschen oder Auszuschütteln. So bekommst du am meisten Duft und Geschmack!