Aktuelles                                                                                                                                     Jänner 2021

Ich wünsche euch viel Glück, Leichtigkeit und Freude im Neuen Jahr!

 

Leider wird es aufgrund der aktuellen Maßnahmen im Jänner keine Termine geben. Eventuell können die angesetzten Workshops und Termine im Februar und März wie geplant stattfinden. Dazu mehr im nächsten Newsletter (Anfang Februar).

 

Ab Anfang März 2021 werde ich für 1 Jahr in Babypause sein.

Ich freue mich sehr wenn wir uns danach (ab März 2022) wieder sehen! Ihr werdet auch in diesem Jahr meinen Newsletter erhalten, nur seltener ;-).

 

Besonders freue ich mich, dass schon jetzt alle Termine und Details für die Jahresausbildung "Wilde Kräuter im Jahreskreis" 2022 fixiert werden konnten, und die Ausbildung ab sofort buchbar ist.

Falls du nur Interesse an einzelnen Modulen hast, wird es diese voraussichtlich auch 2022 geben. Die Termine dafür werde ich Ende 2021 fixiert und kommunizieren.

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Jahresausbildung "Wilde Kräuter im Jahreskreis" 2022

Die Termine und Details für die Jahresausbildung 2022 stehen fest!

 

Hausmittel | Haut & Haar | Wildkräuterküche | Heilmittel | Frauenkräuter | Waschkraft | Früchte | Räuchern

Die 7 Module setzen sich jeweils aus Kräuterwanderung und Praxisteil zusammen.

 

Im Jahreskreis begegnen wir Pflanzen an ihrem natürlichen Standort, sammeln und verarbeiten diese gemeinsam. In diesem Rahmen finden wir auch Zeit für weniger "populäre" Pflanzen, so sollten wir im Laufe des Jahres bis zu 100 verschiedenen Wildkräutern begegnen.

Neben dem jeweiligen Tagesthema stehen verschiedene Verarbeitungsmethoden, Haltbarmachung, Ausziehen und Nutzen der verschiedenen Inhaltsstoffe und die Verwendung der Pflanzen im Alltag im Fokus.

Dieser Rahmen gibt auch die Möglichkeit bei den einzelnen Themen in die Tiefe zu gehen, aufwändigere Produkte bzw. Produkte für "Fortgeschrittene" herzustellen und für Erfahrungsaustausch in der Gruppe.

 

Kleingruppe - max. 8-10 Personen

geschlossene Gruppe - nur als gesamte Ausbildung buchbar

naturnahe Kursorte mit unterschiedlichen Ökosystemen - Wienerwald (Eichgraben + Neulengbach) und SteinleitnAlm (Bischofstetten)

umfangreiches Skript mit Pflanzenportraits, Theorie, Praxis, Rezepte, Tipps, ...

Frühbucher bis 30.11.2021


Sperrnächte, Wintersonnwende & Raunächte                                                              Dezember 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende zu - es ist kalt, die Tage sind kurz, alles ist ruhig und wir gehen nach (dr)innen.

Schon im keltischen Jahreskreis war diese Zeit von besonderer Bedeutung.

 

Am 8. Dezember beginnen die sogenannten Sperrnächte. In dieser Zeit zieht sich die Natur gänzlich zurück, viele Pflanzen zum Überwintern in ihre Wurzeln, Knollen oder Zwiebeln und manche Tiere zur Winterruhe oder zum Winterschlaf. Für unsere Vorfahren war es die Zeit, in der alles im Schuppen verräumt und versperrt wurde. Sonst beschränkte man sich auf das Notwendigste.

Die Sperrnächte dienen zum Abschließen des vergangenen Jahres. Ähnlich wie bei den Raunächten, kann man auch bei den Sperrnächten jeweils einen Tag (+ Nacht) einem vergangenen Monat zuordnen. 8. Dezember auf 9. Dezember steht für Jänner, 9. Dezember auf 10. Dezember für Februar, 10. Dezember auf 11. Dezember für März, usw....

 

Traditionell wird die Wintersonnwende (Julfest) zwischen 21. und 24. Dezember gefeiert. Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres (und die längste Nacht). Am 22. und 23. Dezember herrscht "Stillstand" und am 24. Dezember wird das Licht neu geboren, die Tage werden wieder länger.

 

Die Raunächte sind die 12 Nächte zwischen 24. Dezember und 5. Jänner. Auch hier kann jeder Tag (+ Nacht) einem Monat zugeordnet werden, aber diesmal die Monate des vor uns liegenden Jahres. 24. Dezember auf 25. Dezember steht für Jänner, 25. Dezember auf 26. Dezember steht für Februar, 26. Dezember auf 27. Dezember steht für März, usw...

So können Gedanken, Gefühle und Träume an dem entsprechenden Tag/Nacht als Vorahnung für das kommende Jahr gedeutet werden. Diese Zeit wird sehr gerne für Traumdeutung, Visionieren des kommenden Jahres und Neuausrichtung genutzt.

Speziell um die Raunächte ranken sich auch viele Mythen und Traditionen, die mit dieser speziellen Zeitqualität zu tun haben. Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass in diesen Nächten Tiere sprechen können, keine Wäsche zum Trocknen hängen soll, keine Unordnung herrschen soll, die Wilde Jagd umgeht, immer ein Licht im Fenster stehen soll, Naturgesetze außer Kraft sind, Orakel befragt werden (z.B.: Bleigießen zu Silvester) ...

 

Allgemein ist die Zeit der Sperrnächte, der Wintersonnwende und der Raunächte eine Zeit des Rückzugs und in-sich-gehens. Jeder gestaltet diese Zeit anders, hilfreich können (Traum)Tagebuch schreiben, Kontakt zur Natur und Räuchern mit Kräutern sein.

 

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit des Innehaltens und der Neugeburt des Lichtes!


Pflanzen die man im Spätherbst noch sammeln kann                                               November 2020

Auch im Spätherbst können wir noch einige Kräuter sammeln und verarbeiten!

Vogelmiere:

Die Vogelmiere sprießt im Herbst wieder üppig auf abgeernteten Gemüsebeeten, in Blumentöpfen und am Wegrand. Sie liefert uns viel Vitamin C und frisches Grün für den Herbst. Du kannst sie hervorragend als Brotbelag, für Aufstrich, Suppe oder Salat nutzen. Ihr zarter Geschmack erinnert am junge Maiskölbchen oder Babyerbsen.

Vogelmiere eignet sich auch sehr gut für Hautpflegeprodukte oder milde Wundsalbe. Dafür stellst du einen heißen Ölauszug aus der Pflanze her.

Beifuss:

Der Beifuss wächst jetzt "buschförmig" an Wegrändern und Böschungen. Einige Pflanzen sind etwas später dran, sind noch nicht verblüht und können jetzt noch geerntet werden.

In dieser Jahreszeit eignet sich der Beifuss besonders als Räucherwerk. Er wirkt stark reinigend und keimtötend, unterstützt das Loslassen und den Neubeginn und hat schützende Wirkung. Ideal für die dunkle Jahreszeit, die Raunächte und zum Ausräuchern.

Beifuss hat sich auch als Fußsalbe sehr bewährt, bei schmerzenden, geschwollenen Füßen wirkt er abschwellend, erfrischend und belebend.

Efeu:

Efeu ist immergrün und das ganze Jahr über zu ernten. Jetzt wie die Kastanienzeit schon vorbei ist (und falls du keinen Vorrat angelegt hast), kannst du den Efeu als natürliches Waschmittel nutzen.

Efeuwaschmittel: 1 Handvoll frische Efeublätter mit einem halben Liter Wasser aufmixen. Den Sud abseihen und die gesamte Menge für einen Waschgang ins Waschmittelfach der Waschmaschine geben.

Das Efeuwaschmittel ist besonders für bunte Wäsche geeignet, da es hier als Farbfestiger wirkt. Auf weißer Wäsche kann es Verfärbungen geben.

Klette:

Jetzt ist es Zeit nach Klettenwurzeln zu graben. Da die Klette eine zweijährige Pflanze ist, musst du nach Kletten im ersten Jahr suchen, also solche die nur eine Blattrosette haben. Wenn sich die Kraft zum Überwintern in die Wurzel zurückzieht (also wenn oberirdisch alles verwelkt), ist der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben.

Die Klettenwurzel hat entgiftende, ausleitende, hautreinigende und haarstärkende Wirkung. Du kannst sie als Tee, Tinktur, Haaressig oder Ölauszug verarbeiten.

Hagebutte:

Hagebutten werden nach dem ersten Frost weich. Wenn du das Mark frisch essen möchtest oder die Hagebutten zu Mus oder Marmelade verarbeiten willst musst du so lange warten.

Aber für die Verarbeitung für Tee, Tinktur, Essigauszug oder Ölauszug kannst du die Früchte schon jetzt ernten. Wenn nach dem Auszug gut gefiltern wird (ideal ist ein Papierteefilter), brauchen die Kerne nicht entfernt werden. Beim frisch essen oder für Marmelade muss man darauf achten, dass man die Kerne entfernt. Sie haben kleine Härchen, die mit Widerhaken besetzt sind, und starken Juckreiz verursachen.

Hagebutten sind (neben Sanddorn) die Vitamin C reichsten einheimischen Früchte und enthalten auch viele Antioxidantien. Somit helfen sie uns unser Immunsystem zu stärken, verschaffen Linderung bei Erkältungen und sind eine tolle Hautpflege.