Wärmende Kräuter für kalte Tage                                                                                          Jänner 2019

Draußen ist alles von einer weißen Schneedecke überzogen und es weht ein kalter Wind. Nach dem Winterspaziergang zieht es uns wieder nach drinnen vor den warmen Ofen und zu einer heißen Tasse Tee.

Zusätzlich können wir die wärmende Wirkung von Kräutern nutzen.

 

Für einen besonders wärmenden Tee eignen sich Holunderblüten und Lindenblüten. Der Tee hat einen lieblich süßen Geschmack und wärmt besonders gut von innen, er wirkt sogar schweißtreibend.

Auch Rosmarintee wirkt sehr belebend und wärmend. Durch seine kreislaufanregende Wirkung sollte er eher morgens getrunken werden.

Besonders gelbe und orange Blüten tragen die Kraft der Sommersonne in sich und sind lichtbringend. Und was kann uns an kalten Wintertagen besser wärmen als die Sommersonne in Form von Tee. Johanniskraut, Ringelblume, Alant, Löwenzahn, Sonnenblume oder Königskerze tragen die Kraft der Sommersonne in sich.

Auch mediterrane Pflanzen, wie Thymian, Basilikum, Oregano, Majoran oder Lavendel, sind sonnenliebende Pflanzen und speichern viel Sonnenenergie in sich. Diese können sie uns im Winter zum Beispiel in Form von Tee weitergeben.

 

Eine Wohltat sind Kräuter auch in der Badewanne oder für ein Fußbad.

Hier ist besonders der Rosmarin zu erwähnen. Indem er die Durchblutung anregt entfaltet er auch hier seine wärmende Wirkung.

Auch andere mediterrane Kräuter, aber auch Fichte und Tanne, entfalten im heißen Wasser ihre wärmende Wirkung und hüllen uns durch ihre ätherischen Öle in eine angenehme Duftwolke.

 

Auch ein Körperöl lässt sich mit Kräutern anreichen. Rosmarin oder Thymian in Pflanzenöl ausgezogen ergeben ein pflegendes und wärmendes Körperöl. Als Klassiker ist hier auch das Johanniskraut zu nennen. Das rote Öl bringt die Sommersonne auf unsere Haut und verreibt Trübsal und schlechte Laune.

 

Neben unseren heimischen Kräutern gibt es auch einige Gewürze die für ihre wärmende Wirkung bekannt sind. Chili, Ingwer, Zimt oder Vanille wärmen uns als Tee oder Gewürz von innen. Auch sie können, vorsichtig dosiert, in der Badewanne oder einem Körperöl von außen wärmen.


Rückblick & Vorschau                                                                                                        Dezember 2018

Und wieder geht ein abwechslungsreiches Jahr zu Ende!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen um Danke zu sagen und euch über Neuerungen für 2019 zu informieren.

 

Danke!

Jahresende und Geburtstage (Wiesen.Kräuter.Wissen wird 2 Jahre!) nutze ich gerne um Resümee zu ziehen, mich zu bedanken und Vorsätze zu fassen.

Danke an all die lieben Menschen (Familie, Freunde, Kunden und Kooperationspartner), die mich die letzten beiden Jahre unterstützt haben. Durch euch durfte ich viele neue Erfahrungen machen, Menschen kennenlernen, Neues lernen, Themen verwirklichen und meine Überzeugungen leben.

Danke an die Natur und die Pflanzen, dass sie mich nähren, ich ihre Gaben nutzen darf und ich ihre Schätze sowie die Faszination an euch weitergeben kann.

 

Neuerungen 2019

- Seit Oktober 2018 habe ich mein Zertifikat als Grüne Kosmetik Pädagogin und werde absofort verstärkt Workshops zu Grüne Kosmetik anbieten.

- Neue Kooperationspartner: Schon seit Sommer biete ich Workshops am Tierlacherhof in Ollern an. Die Atmosphäre dort ist wirklich einmalig und bisher sind alle Teilnehmer sehr begeistert. Auch die Zusammenarbeit mit Gesundes Tulln ist neu, 2019 wird es laufend Workshops zu unterschiedlichen Themen in Tulln geben.

- Workshopdauer: Ab 2019 weite ich die normale Workshopdauer auf 2,5 Stunden aus. In Wien werden die Workshops 2 Stunden dauern.

- Aus organisatorischen Gründen stelle ich mit 2019 von Barzahlung auf Vorabüberweisung um. Der Platz ist erst fix reserviert, wenn der Kostenbeitag überwiesen ist. Bitte beachtet hierzu auch meine aktuallisierten AGBs und Stornobedingungen.

- Bei der Planung für 2019 habe ich versucht eure Wünsche (wie Brot backen mit Sauerteig, Haarseife, Jahreskreisfeste, Fermentieren, etc.) zu berücksichtigen und auch neue Themen anzubieten. Wenn ihr Wünsche oder Anregungen zu Workshops habt, lasst es mich gerne wissen.

 

Ich wünsche euch eine ruhige und besinnliche Adventzeit, einen guten Jahreswechsel und Zeit für euch selbst!


Räuchern im Jahreskreis                                                                                                   November 2018

Das Verglühen von Pflanzen oder Pflanzenteilen - Räuchern - hat bereits eine sehr lange Tradition. Im Laufe der Geschichte wurde zur Huldigung von Göttern und Ahnen, bei schamanischen Ritualen, zur Heilung, zum Orakeln, als Schutz, zur Aromatisierung von Räumen und Textilien, zur Schädlingsabwehr oder auch zur Konservierung von Lebensmitteln geräuchert.

Bis heute ist das Räuchern in unserem Brauchtum verankert. Auch die keltischen Jahreskreisfeste sind eine gute Möglichkeit, um passend zu den vorhandenen Energien zu räuchern.

 

Die 8 keltischen Jahreskreisfeste ergeben sich aus den Sonnwenden, den Tag-Nacht-Gleichen und dazwischen durch den Mondzyklus bestimmte Kreuzvierteltage. Die angeführten Daten sind nur eine Orientierung, meist werden die feste zum passenden Mond und den vorhandenen Energien in der Natur gefeiert.

Das keltische Jahr startet mit Samhain von 31. Oktober auf 1. November. Hier beginnt du dunkle Jahreszeit, es ist die Zeit des Rückzugs und des Loslassens.

Beim Julfest, der Wintersonnwende (21. - 24. Dezember) wir die Neugeburt des Lichtes gefeiert.

Die Raunächte zwischen 24. Dezember und 12. Jänner sind die Zeit zwischen der Zeit. In dieser Zeit gibt es sehr viel Brauchtum, wie auch unser Silvester, um negative Energien und böse Geister fernzuhalten.

Mit Imbolc von 1. auf 2. Februar wird es langsam heller und wir haben bereits eine erste Vorahnung vom Frühling. Es ist das Fest den Neubeginns und der Reinheit.

Die Frühlings-Tag-Nacht-Gleiche (21. - 23. März) und Ostara ist das Fest der neu erwachten Frühlingskräfte.

Beltane oder Walpurgis von 31. April auf 1. Mai feiert das Leben, die Fülle und die Fruchtbarkeit.

Mit Johanni (Sommersonnwende zwischen 21. und 24. Juni) haben wir den längesten Tag des Jahres erreicht. Es ist einen Sonnenfest! Außerdem beginnt die wichtigste Zeit zum Kräuter ernten.

Mit Lughnasadh von 31. Juli auf 1. August und Mabon (Herbst-Tag-Nacht-Gleiche um den 21. September) geht das keltische Jahr zu Ende.

 

Unabhängig von den 8 Jahreskreisfesten kann das ganze Jahr über mit Kräutern geräuchert werden. Räuchern wirkt über den Geruchssinn direkt auf unser Gehirn und unsere Emotionen. Wir können beim Räuchern die rein wissenschafliche Ebene betrachten, wie die keimtötende und desinfizierende Wirkung. Auf der anderen Seite wirkt Rächern auch subtiler, auf unsere Gefühle, unseren Geist, unsere Seele - wenn wir das zulassen.