Pflanzenportrait - Die Vogelmiere                                                                                       Februar 2020

Da es diesen Winter bisher kaum Schnee bei uns gab, sprießt die Vogelmiere üppig in Blumentöpfen, Gemüsebeeten und an Stellen mit aufgebrochener Erde.

Denn sie braucht nicht viel um zu gedeihen. Die Vogelmiere mag gerne "gute Erde", die sie in unseren Beeten und Pflanzentöpfen findet. Sie bevorzugt feuchte Böden und etwas Schatten. Solange kein Schnee (direkt auf ihr) liegt oder ihr im Hochsommer die Sonne zu stark scheint, sprießt sie.

Ihr üppiges Wachstum ist mit ein Grund dafür warum sie als Unkraut gilt. Dabei hält sie durch ihr bodenbedeckendes Wachstum den Boden feucht, schützt ihn vor Erosion und ist eine Nahrungs- und Heilpflanze.

 

Du erkennst die Vogelmiere an ihrem saftigen frischen Grün, dem bodendeckenden Wuchs und den kleinen weißen Blüten. Wenn du eine Pflanze pflückst kannst du beobachten, dass sie im Inneren des Stängels ein kleines Röhrchen hat, das manchmal an der Bruchstelle etwas herausragt. Dieser "Darm" hat ihr den Volksnamen "Hühnerdarm" gegeben. (Außerdem fressen Hühner und auch Hasen sie sehr gerne.)

Wenn du die Vogelmiere kostest, erinnert ihr Geschmack an junge Erbsen oder frische Maiskölbchen.

 

Sie eignet sich hervorragend für die Küche. Ihr frischer gemüsiger Geschmack verleiht Aufstrichen, Salaten, Suppen, Saucen, etc. das gewisse Extra. Du kannst die Vogelmiere auch einfach klein gehackt auf Brot streuen oder zum Verfeinern von verschiedenene Gerichten verwenden.

 

Mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt, ihrer enormen Vitalität und Durchhaltekraft stärkt sie unser Immunsystem. Sie kann pur gegessen, als Tinktur, Essigauszug oder in Oxymel unsere Abwehrkräfte stärken und uns durch die kalte Jahreszeit helfen.

 

Herausragende Wirkung hat die Vogelmiere auf unsere Haut. Mit ihrer Kombination an Inhaltsstoffen ist sie die ideale Nahrung für unsere Haut, pflegt sie, hält sie gesund und hilft bei verschiedenen Hautbeschwerden.

Als Salbe zubereitet wirkt sie juckreizlindernd, beruhigt Hautirritationen und -rötungen, wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Sie ist gut geeignet als klassische Wundsalbe (für kleine Verletzungen, Schürfwunden, Schnupfennase, rissige Lippen), für den Babypopo aber auch bei Ekzemen und sogar Neurodermitis.

Den Ölauszug aus der Vogelmiere bereite ich IMMER im Heißverfahren zu, da die enthaltene Feuchtigkeit, Kohlenhydrate und Schleimstoffe sonst leicht zu Verderb führen. Der Ölauszug eignet sich als pflegendes Hautöl oder als Basis für unsere tägliche Hautpflege (Creme, No-Emu, Lotion).

 

Viel Freude beim Sammeln, Essen und Verarbeiten!


Pflanzenportrait - Die Fichte                                                                                                    Jänner 2020

Vielleicht steht genau in diesem Moment noch eine Fichte (oder Tanne) in deinem Wohnzimmer...  Als immergrüne Bäume stehen sie symbolisch für Licht, Hoffnung und das ewige Leben. Daher holen wir sie im Advent und der Weihnachtszeit in Form von Adventkranz und Weihnachtsbaum in unsere Häuser. Auch der traditionelle Maibaum ist eine Fichte.

 

Eine einzelstehende Fichte ist wie eine Lichtsäule, die Himmel und Erde verbindet. Sie strahlt etwas Mütterliches, Schützendes und Wärmendes aus.

Leider fehlt Fichten in Monokultur diese Ausstrahlung und Qualität.

Wir erkennen die Fichte an ihrer kegelförmigen Gestalt und der rötlich, schuppigen Rinde. Im Gegensatz zur Tanne hat sie feste, stachelige Nadeln, die sie ringsum die Zweige trägt. Sowohl Ober- als auch Unterseite der Nadeln ist dunkelgrün (es sind keine "Nadelstreifen" wie bei der Tanne sichtbar. Die Zapfen der Fichte sind nach unten hängend und fallen als Ganzes vom Baum.

 

Wie können wir die Fichte nutzen? Außer als Adventkranz und Weihnachtsbaum ;-)

Die frischen Nadeln können für einen Ölauszug oder eine Tinktur verwendet werden. Sie haben antibakterielle, keimtötende und wärmende Wirkung.

Auch zum Aromatisieren von Speisen und Getränken eignen sich die sehr aromatischen Nadeln gut. Getrocknet können sie auch Teemischungen beigefügt werden.

Im Frühling kann aus den Maiwipferl ein Sirup hergestellt werden oder man genießt die zarten Wipferl einfach frisch. Sie strotzen nur so vor Lebensenergie!

 

Gerade im Winter ist auch das Fichtenharz von großer Bedeutung. Es wirkt stark antibakteriell, wärmend, desinfizierend und lichtbringend. Es kann für einen wärmenden Balsam, eine schmerzlindernde Salbe oder eine Erkältungssalbe verwendet werden.

Das Harz können wir leicht selbst sammeln. Die Bäume produzieren das Harz als Wundverschluss. Da in unseren Wäldern viele Bäume, vor allem in für uns erreichbarer Höhe, durch schwere Maschinen verletzt werden, produzieren sie an diesen Stellen viel Harz. Wenn wir aufmerksam durch den Wald gehen können wir leicht diese Stellen ausmachen und vorsichtig das Harz ablösen. Die Baumwunde darf beim Sammeln nicht bloss gelegt werden, daher nur eine kleine Menge Harz abnehmen.

Das so gewonnene Harz kann langsam und unter Hitzeeinwirkung in Öl gelöst werden. Falls es stark mit Rinde oder Nadeln "verschmutzt" war kann die Mischung vor der Weiterverarbeitung durch ein Sieb gegossen werden.

Tipp: Harzverklebte Finger und Werkzeuge lassen sich nicht mit Wasser reinigen. Einfach mit etwas Öl einreiben, so lösen sich die Harzreste wunderbar und man kann anschließend ganz normal Hände waschen.

 

Für Räucherwerk können wir die getrockneten Nadeln, Rinde, Zapfen oder das gut getrocknete Harz verwenden. Gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit wirkt der Fichtenduft wärmend, einhüllend, schützend, aufrichtend, lichtbringend und segnend. Außerdem entfaltet die Fichte ihre antibakterielle und keimtötende Wirkung, was in Zeiten von Erkältung auch nicht schaden kann. Das selbst gesammelte und getrocknete Fichtenharz ist unser "Waldweihrauch"!


Individuelle Workshops & Gutscheine                                                                           Dezember 2019

Individuelle Termine für Workshops

 

Hast du bei den ausgeschriebenen Terminen keine Zeit? Möchtest du gerne einen Workshop bei dir zu Hause oder gemeinsam mit deinen Freunden oder Familie? Möchtest du das Workshopthema individuell an deine Bedürfnisse anpassen (Interesse, Vorkenntnisse, etc.)?

Kein Problem! Ab 5 Teilnehmern biete ich alle Workshopthemen oder maßgeschneiderte Workshops auch zu individuellen Terminen an. Lass mich einfach wissen welches Thema dich/euch interessiert, ob du einen passenden Raum zur Verfügung hast (falls nicht habe ich verschiedene Möglichkeiten) und welche Terminwünsche du hast.

 

Das selbe gilt für Kräuterwanderungen, auch hier können individuelle Termine vereinbart werden.

Oder falls du einen eigenen Garten hast, auch eine Gartenexpedition!

 

Ein solcher individueller Workshop, eine Kräuterwanderung oder Gartenexpediton ist natürlich auch eine tolle Geschenkidee für Weihnachten oder Geburtstag!

 

 

Gutscheine

 

Du möchtest einen Gutschein schenken? Es gibt folgende Möglichkeiten:

🌿 Wertgutschein: einzulösen für alle Veranstaltungen

🌿 Gutschein für einen bestimmten Termin

🌿 Gutschein für einen individuellen Workshop, Kräuterwanderung oder Gartenexpedition

Lass mich einfach wissen welche Variante es sein soll und du erhältst den gewünschten Gutschein per email.

 

 

Ich wünsche euch eine stille Adventzeit, ruhige Weihnachten und Feiertage, eine schöne Zeit mit euren Lieben und Zeit für euch selbst!

 

Anfragen unter kontakt@wiesen-kraeuter-wissen.at