Räuchern im Jahreskreis                                                                                                   November 2018

Das Verglühen von Pflanzen oder Pflanzenteilen - Räuchern - hat bereits eine sehr lange Tradition. Im Laufe der Geschichte wurde zur Huldigung von Göttern und Ahnen, bei schamanischen Ritualen, zur Heilung, zum Orakeln, als Schutz, zur Aromatisierung von Räumen und Textilien, zur Schädlingsabwehr oder auch zur Konservierung von Lebensmitteln geräuchert.

Bis heute ist das Räuchern in unserem Brauchtum verankert. Auch die keltischen Jahreskreisfeste sind eine gute Möglichkeit, um passend zu den vorhandenen Energien zu räuchern.

 

Die 8 keltischen Jahreskreisfeste ergeben sich aus den Sonnwenden, den Tag-Nacht-Gleichen und dazwischen durch den Mondzyklus bestimmte Kreuzvierteltage. Die angeführten Daten sind nur eine Orientierung, meist werden die feste zum passenden Mond und den vorhandenen Energien in der Natur gefeiert.

Das keltische Jahr startet mit Samhain von 31. Oktober auf 1. November. Hier beginnt du dunkle Jahreszeit, es ist die Zeit des Rückzugs und des Loslassens.

Beim Julfest, der Wintersonnwende (21. - 24. Dezember) wir die Neugeburt des Lichtes gefeiert.

Die Raunächte zwischen 24. Dezember und 12. Jänner sind die Zeit zwischen der Zeit. In dieser Zeit gibt es sehr viel Brauchtum, wie auch unser Silvester, um negative Energien und böse Geister fernzuhalten.

Mit Imbolc von 1. auf 2. Februar wird es langsam heller und wir haben bereits eine erste Vorahnung vom Frühling. Es ist das Fest den Neubeginns und der Reinheit.

Die Frühlings-Tag-Nacht-Gleiche (21. - 23. März) und Ostara ist das Fest der neu erwachten Frühlingskräfte.

Beltane oder Walpurgis von 31. April auf 1. Mai feiert das Leben, die Fülle und die Fruchtbarkeit.

Mit Johanni (Sommersonnwende zwischen 21. und 24. Juni) haben wir den längesten Tag des Jahres erreicht. Es ist einen Sonnenfest! Außerdem beginnt die wichtigste Zeit zum Kräuter ernten.

Mit Lughnasadh von 31. Juli auf 1. August und Mabon (Herbst-Tag-Nacht-Gleiche um den 21. September) geht das keltische Jahr zu Ende.

 

Unabhängig von den 8 Jahreskreisfesten kann das ganze Jahr über mit Kräutern geräuchert werden. Räuchern wirkt über den Geruchssinn direkt auf unser Gehirn und unsere Emotionen. Wir können beim Räuchern die rein wissenschafliche Ebene betrachten, wie die keimtötende und desinfizierende Wirkung. Auf der anderen Seite wirkt Rächern auch subtiler, auf unsere Gefühle, unseren Geist, unsere Seele - wenn wir das zulassen.


Grüne Kosmetik - Pflege aus der Natur                                                                             Oktober 2018

Wir alle wissen, wie wichtig gesunde Ernährung ist, und setzen das in unserem Alltag mal mehr und mal weniger um.

Aber hast du dich schon mal näher mit deinen Pflegeprodukten beschäftigt. Auch unsere Pflege verwenden wir täglich, viele Produkte sogar mehrmals täglich. Und die Haut isst mit! Als unser größtes Organ nimmt sie alles auf.

Trotzdem unsere Pflege genauso wichtig wie unsere Ernährung ist, wissen wir oft wenig über bedenkliche Inhaltsstoffe, Wasserbelastung, Müllberge oder lange Transportwege die mit industriell hergestellten Kosmetikprodukten einhergehen können.

 

Alternativ kann man die eigenen Pflegeprodukte selbst herstellen. Hautpflege, Zahnpflege, Lippenpflege, Haarpflege, Reinigung, Deo, etc., das alles lässt sich auch einfach und wirkungsvoll selbst machen. 

Pflegeprodukte nach den Kriterien der Grünen Kosmetik

- sind Nahrung für die Haut

- unterstützen die Haut in ihrer Funktion und Regeneration

- sind multifunktional und sanft (von Kopf bis Fuß, von jung bis alt)

- bestehen aus essbaren, vollwertigen, regionalen Zutaten

- bestehen aus wenigen Zutaten und sind einfach in der eigenen Küche herzustellen

- verzichten auf jegliche chemische Zusätze

- reduzieren die Belastung der Haut durch Chemikalien

- vermeiden Müll durch wiederbefüllbare Verpackungen

- entlasten unser Abwassers und die Umwelt

 

Als Basis werden in der Grünen Kosmetik großteils Pflanzenöle, Obst, Gemüse und Kräuter, Bienenwachs, Tonerden und Wasser verwendet. Zur Zubereitung braucht man nicht mehr als ein paar Küchenutensilien und leere Gläschen oder Flaschen.

 

In meinen Workshops rund um Grüne Kosmetik erfährst du außerdem Wichtiges zur Hygiene, optimalen Pflanzenextraktion und richtigen Anwendung der Produkte. Gemeinsam stellen wir Pflegeprodukte nach den Kriterien der Grünen Kosmetik her und du bekommst Tipps und Rezepte.


Leben aus der Natur                                                                                                         September 2018

Gerade jetzt im Herbst, schenkt uns die Natur ihre Gaben in Hülle und Fülle! Wir müssen diese Geschenke nur erkennen, sammeln und zu nutzen wissen.

Hier einige Anregungen und Ideen was uns die Natur aktuell zur Verfügung stellt.

 

 

Grüne Waschkraft

Der Herbst ist natürlich Kastanienzeit. Rosskastanien eignen sich hervorragend zum Wäsche waschen. Mit etwas Zeit fürs Sammeln, Zerkleinern und Trocknen kann man sich jetzt einen Jahresvorrat an Waschmittel anlegen.

Rosskastanienwaschmittel:

Einfach eine Hand voll frische Kastanien oder getrocknetes Granulat in einem halben Liter Wasser über Nacht ziehen lassen oder mit einem starken Mixer kurz aufmixen. Den Sud abseihen und die gesamte Menge als Flüssigwaschmittel für die Waschmaschine verwenden. Den Kastanienrückstand kannst du noch 3-4 Mal ansetzen.

 

Auch Efeu hat Waschwirkung, die wir für Wäsche und Körperpflege nutzen können. Da er immergrün ist, können wir ihn das ganze Jahr über frisch ernten und brauchen ihn nicht trocknen.

 

Wenn du mehr über Waschkraft aus der Natur erfahren willst kannst du das zum Beispiel beim Workshop "Grüne Waschkraft" am 15. September am Tierlacherhof oder 27. September bei Sonnentor in Wien.

 

 

Pflege aus der Natur

Viele Kräuter oder Früchte lassen sich hervorragend für unsere alltäglichen Pflegeprodukte (für Haut, Haare, Lippen, Zähne, etc.) verarbeiten. Etwa das wundheilende Johanniskrautöl in einer nährend Handcreme, Melisse für eine Lippenpflege, Klettenwurzel zur Stärkung der Haarwurzeln.

 

Mehr über selbst gemachte Naturkosmetik und Grüne Kosmetik lernst du in meinen Workshops: 16. September Workshop "Kräuterkosmetik", 20. November Workshop "Zahnpflege selbst herstellen" oder 24. November Workshop "Grundlagen der Grünen Kosmetik".

 

 

Nahrung aus der Natur

Herbst ist die Zeit der Früchte, Beeren, Samen, Nüsse und Pilze. Vieles können wir jetzt sammeln und sofort genießen oder für den Winter einkochen oder trocknen.

Walnüsse, Bucheckern, Sanddorn, Äpfel, Birnen, Zwetschken, etc. können wir schon sammeln und genießen. Auch die ersten Hagebutten, Quitten und Maroni werden bald reif sein.

Nach dem Regen und den aktuell warmen Temperaturen warten alle schon auf Pilze! Die ersten Schwammerl habe ich bereits gesehen.

Natürlich bietet der Herbst auch noch viele Wildkräuter für den kulinarischen Genuss. Immer noch blüht die Schafgarbe, auf gemähten Stellen sprießt wieder der Giersch und Beifuss steht in voller Pracht.

 

Wenn du gerne unter Anleitung in die Wildkräuterküche schnuppern und gleichzeitig Pflanzen kennenlernen möchtest, kannst du das bei einem meiner Workshops rund um Wildkräuterküche. Gemeinsam mit Köchin und Lokalbesitzerin Martina findet der Kochkurs "grains trifft wilde Wiesen.Kräuter" am 20. September im grains statt. 

 

 

Heilkraft aus der Natur

Für viele Heilkräuter ist jetzt Erntezeit!

Die Goldrute können wir für einen Blasen- und Nierentee sammeln. Sie wirkt entwässernd, entgiftend und entzündungshemmend bei Harnwegserkrankungen.

Der Beifuss kann als Gewürz oder Tee zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt werden. Er regt den Stoffwechsel und die Verdauung an und wirkt krampflösend bei Bauchschmerzen oder Krämpfen. Äußerlich (als Einreibung, Tinktur, Salbe oder Bad) erfrischt er müde und schmerzende Füße nach einem langen Arbeitstag oder einer Wanderung.

Auch die Schafgarbe blüht noch und kann für Tee, Tinktur oder Ölansatz gesammelt werden. Sie ist ein fast universell einsetzbares Kraut - bei Verdauungsbeschwerden, als Frauenheilkraut, bei Krämpfen, zur Wundheilung, bei Erkältung oder Halsschmerzen oder zur allgemeinen Stärkung.

 

Möchtest du Wildkräuter gerne näher kennenlernen? Das kannst du bei meinen Kräuterwanderungen rund ums Jahr. Im Herbst finden noch drei Wanderungen statt: am 14. September, 7. Oktober und 14. Oktober.