ūüĆĪ ūüĆě ūüĆ∑ Es lockt der Fr√ľhling ūüĆĪ ūüĆě ūüĆ∑ ¬† ¬† ¬†¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† M√§rz 2022

Tags√ľber w√§rmt die Sonne die Luft, die V√∂gel zwitschern, um die Palmk√§tzchen surren schon Insekten, die ersten Knospen der Str√§ucher und B√§ume platzen auf, √ľberall sprie√üt frisches Gr√ľn und die ersten bunten Bl√ľtentupfer erscheinen auf den Wiesen... der Fr√ľhling k√ľndigt sich an!

 

Die Natur erwacht und alles streckt sich der Sonne entgegen!

Beim Spaziergang in der Sonne kann man nun täglich neue Pflanzen entdecken, die gestern noch nicht da waren.

Die ersten zarten Spitzen vom B√§rlauch bohren sich durchs Laub. An gesch√ľtzten sonnigen Pl√§tzen treibt bereits der Giersch aus. Die saftig gr√ľn gl√§nzenden Bl√§tter des Scharbockskrautes geh√∂ren zu den ersten Vitaminlieferanten im Fr√ľhling. Auf den Wiesen und unter Hecken sprie√üen Schneegl√∂ckchen, Primeln, Lungenkraut und Huflattich. Aus den Hecken und am Waldrand leuchten die gelben Bl√ľten der Kornellkirsche.

 

Der beginnende Fr√ľhling schenkt uns auch viele Fr√ľhlingskr√§uter, die uns Kraft geben und uns helfen den Winter hinter uns zu lassen. Bereits jetzt kann man die frischen Triebe von¬†B√§rlauch, Giersch, Vogelmiere und Brennnessel¬†ernten.

Aus ihnen kann man Pesto, Aufstriche, Salate und Suppen zubereiten oder sie einfach als frischen Brotbelag genießen.

Diese Fr√ľhlingskr√§uter wirken entgiftend und ausleitend. Au√üerdem liefert das frische Gr√ľn¬†viele Vitamine sowie¬†Mineralstoffe¬†und wirkt vitalisierend und st√§rkend.¬†

 

Wir sp√ľren auch wie es uns wieder hinauszieht, in die Natur, an die frische Luft und in die Sonne. Wenn wir diesem Drang folgen, k√∂nnen wir in der erwachenden Natur t√§glich Neues und Faszinierendes entdecken.

Ich w√ľnsche euch viel Freude beim Start in den Fr√ľhling und in das Kr√§uterjahr!


Herbstzeit - Zeit zum Entschleunigen                                                                                Oktober 2021

Ich freue mich, wenn im Herbst die Tage k√ľrzer werden und das Laub beginnt sich zu f√§rben und zu Boden zu fallen. An sonnigen, warmen Tagen zieht es mich hinaus in die Natur und vor allem auch in den Wald. An k√ľhlen, regnerischen Tagen genie√üe ich es (nach einem Waldspaziergang) den Tag drinnen zu verbringen, mit einer hei√üen Tasse Tee oder Kakao, einem guten Buch oder sch√∂ner Musik, auf der Couch oder in der Badewanne oder beim Vorbereiten von Kursen.

 

Mich l√§dt der Herbst ein zur Ruhe zu kommen, zu entschleunigen und mich (wie auch in der Natur sichtbar) zur√ľckzuziehen. Gleichzeitig suche ich vermehrt die N√§he zur Natur und genie√üe bei Spazierg√§ngen das unterschiedliche Wetter, die Farben und D√ľfte.

 

Ich w√ľrde mich freuen, den Herbst etwas mit euch gemeinsam genie√üen zu k√∂nnen!

 

Am 9. Oktober genießen wir bei einer Kräuterwanderung auf der idyllischen Steinleitn Alm das Herbstwetter und entdecken die Vielfalt und Kraft der Herbstkräuter. Je nach Wetter mit einer Verkostung der gefunden Kräuter oder heißem Tee :-)

 

Beim Workshop "Heilkraft aus dem Wald" am 16. Oktober zeige ich euch wie vielf√§ltig der Wald unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unterst√ľtzt. Gemeinsam stellen wir heilkr√§ftige Harzsalbe, st√§rkende Tinkturen und √Ėle sowie duftendes R√§ucherwerk her.

 

Wer gerne in die entschleunigende, entspannende, reinigende und vor allem duftende Welt der Räucherns eintauchen möchte, kann das bei verschiedenen Terminen tun:

Beim Modul "Wilde Kräuter zum Räuchern" sind wir am Vormittag im Wald und auf Wiesen unterwegs, lernen Räucherpflanzen kennen und sammeln Kräuter und Harz. Am Nachmittag verarbeiten wir diese zu Harzsalbe und verschiedenem Räucherwerk. Hier gibt es zwei Terminen mit jeweils wenigen Restplätzen am 23. Oktober und 30. Oktober.

Auch am 19. November steht das Räuchern im Mittelpunkt, beim Workshop "Räuchern mit Kräutern im Jahreskreis" tauchst du mit mir ein in die duftende Welt des Räucherns und stellst selbst verschiedenes Räucherwerk her.

 

Details und Anmeldung

 

Ich freue mich auch wenn ihr eure entschleunigte Herbstzeit (in Worten oder Bildern) mit mir teil!


Imbolc / Lichtmess - Eine Vorahnung des Fr√ľhlings ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†¬† Februar 2021

Habt ihr sie auch schon gesehen, die allerersten Vorboten des Fr√ľhlings?

Habt ihr auch an sonnigen Tagen schon eine leichte Vorahnung des Fr√ľhlings?

Ich ertappe mich an wärmeren Tagen schon dabei, dass mein Blick ständig den Boden absucht, nach den ersten Schneeglöckchen, Primeln oder zarten Bärlauchblättchen...

 

Jetzt im Februar werden die Tage merkbar l√§nger, wir haben mehr Tageslicht und manchmal auch strahlenden Sonnenschein. Wir haben bereits eine erste Vorahnung des Fr√ľhlings!

In der Nacht von 1. auf 2. Februar wird Imbolc gefeiert (auch Brigid oder Lichtmess). In dieser Zeit feiern wir die Wiederkehr der Sonne und das erste Keimen, au√üerdem die reinigenden und erfrischenden Energien, die in dieser Zeit sp√ľrbar werden. Es zieht uns nach drau√üen in die Sonne, wir wollen frische Luft hereinlassen und den Winter "hinaus l√ľften". Die Zeit des Ruhens geht langsam zu Ende, es herrscht eine Stimmung des Neubeginns. Traditionell f√§llt in diese Zeit auch der Beginn der Fastenzeit (Reinigung).

 

Vielleicht kannst du in den n√§chsten Tagen und Wochen (wenn kein Schnee liegt) bereits die ersten vor Kraft strotzenden Fr√ľhlingskr√§uter finden, sammeln und ihre Kr√§fte f√ľr dich nutzen.

Vogelmiere, Primeln, Huflattich, Taubnessel, G√§nsebl√ľmchen, B√§rlauch - sie alle f√ľrchten die K√§lte nicht und treiben schon bei den ersten warmen Sonnenstrahlen des Vorfr√ľhlings aus.

Sperrnächte, Wintersonnwende & Raunächte                                                             Dezember 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende zu - es ist kalt, die Tage sind kurz, alles ist ruhig und wir gehen nach (dr)innen.

Schon im keltischen Jahreskreis war diese Zeit von besonderer Bedeutung.

 

Am 8. Dezember beginnen die sogenannten Sperrn√§chte. In dieser Zeit zieht sich die Natur g√§nzlich zur√ľck, viele Pflanzen zum √úberwintern in ihre Wurzeln, Knollen oder Zwiebeln und manche Tiere zur Winterruhe oder zum Winterschlaf. F√ľr unsere Vorfahren war es die Zeit, in der alles im Schuppen verr√§umt und versperrt wurde. Sonst beschr√§nkte man sich auf das Notwendigste.

Die Sperrn√§chte dienen zum Abschlie√üen des vergangenen Jahres. √Ąhnlich wie bei den Raun√§chten, kann man auch bei den Sperrn√§chten jeweils einen Tag (+ Nacht) einem vergangenen Monat zuordnen. 8. Dezember auf 9. Dezember steht f√ľr J√§nner, 9. Dezember auf 10. Dezember f√ľr Februar, 10. Dezember auf 11. Dezember f√ľr M√§rz, usw....

 

Traditionell wird die Wintersonnwende (Julfest) zwischen 21. und 24. Dezember gefeiert. Der 21. Dezember ist der k√ľrzeste Tag des Jahres (und die l√§ngste Nacht). Am 22. und 23. Dezember herrscht "Stillstand" und am 24. Dezember wird das Licht neu geboren, die Tage werden wieder l√§nger.

 

Die Raun√§chte sind die 12 N√§chte zwischen 24. Dezember und 5. J√§nner. Auch hier kann jeder Tag (+ Nacht) einem Monat zugeordnet werden, aber diesmal die Monate des vor uns liegenden Jahres. 24. Dezember auf 25. Dezember steht f√ľr J√§nner, 25. Dezember auf 26. Dezember steht f√ľr Februar, 26. Dezember auf 27. Dezember steht f√ľr M√§rz, usw...

So k√∂nnen Gedanken, Gef√ľhle und Tr√§ume an dem entsprechenden Tag/Nacht als Vorahnung f√ľr das kommende Jahr gedeutet werden. Diese Zeit wird sehr gerne f√ľr Traumdeutung, Visionieren des kommenden Jahres und Neuausrichtung genutzt.

Speziell um die Raunächte ranken sich auch viele Mythen und Traditionen, die mit dieser speziellen Zeitqualität zu tun haben. Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass in diesen Nächten Tiere sprechen können, keine Wäsche zum Trocknen hängen soll, keine Unordnung herrschen soll, die Wilde Jagd umgeht, immer ein Licht im Fenster stehen soll, Naturgesetze außer Kraft sind, Orakel befragt werden (z.B.: Bleigießen zu Silvester) ...

 

Allgemein ist die Zeit der Sperrn√§chte, der Wintersonnwende und der Raun√§chte eine Zeit des R√ľckzugs und in-sich-gehens. Jeder gestaltet diese Zeit anders, hilfreich k√∂nnen (Traum)Tagebuch schreiben, Kontakt zur Natur und R√§uchern mit Kr√§utern sein.

 

Ich w√ľnsche euch eine wundersch√∂ne Zeit des Innehaltens und der Neugeburt des Lichtes!

Pflanzen die man auch im Spätherbst noch sammeln kann                                     November 2020

Auch im Spätherbst können wir noch einige Kräuter sammeln und verarbeiten!

Vogelmiere:

Die Vogelmiere sprie√üt im Herbst wieder √ľppig auf abgeernteten Gem√ľsebeeten, in Blument√∂pfen und am Wegrand. Sie liefert uns viel Vitamin C und frisches Gr√ľn f√ľr den Herbst. Du kannst sie hervorragend als Brotbelag, f√ľr Aufstrich, Suppe oder Salat nutzen. Ihr zarter Geschmack erinnert am junge Maisk√∂lbchen oder Babyerbsen.

Vogelmiere eignet sich auch sehr gut f√ľr Hautpflegeprodukte oder milde Wundsalbe. Daf√ľr stellst du einen hei√üen √Ėlauszug aus der Pflanze her.

Beifuss:

Der Beifuss w√§chst jetzt "buschf√∂rmig" an Wegr√§ndern und B√∂schungen. Einige Pflanzen sind etwas sp√§ter dran, sind noch nicht verbl√ľht und k√∂nnen jetzt noch geerntet werden.

In dieser Jahreszeit eignet sich der Beifuss besonders als R√§ucherwerk. Er wirkt stark reinigend und keimt√∂tend, unterst√ľtzt das Loslassen und den Neubeginn und hat sch√ľtzende Wirkung. Ideal f√ľr die dunkle Jahreszeit, die Raun√§chte und zum Ausr√§uchern.

Beifuss hat sich auch als Fu√üsalbe sehr bew√§hrt, bei schmerzenden, geschwollenen F√ľ√üen wirkt er abschwellend, erfrischend und belebend.

Efeu:

Efeu ist immergr√ľn und das ganze Jahr √ľber zu ernten. Jetzt wie die Kastanienzeit schon vorbei ist (und falls du keinen Vorrat angelegt hast), kannst du den Efeu als nat√ľrliches Waschmittel nutzen.

Efeuwaschmittel: 1 Handvoll frische Efeubl√§tter mit einem halben Liter Wasser aufmixen. Den Sud abseihen und die gesamte Menge f√ľr einen Waschgang ins Waschmittelfach der Waschmaschine geben.

Das Efeuwaschmittel ist besonders f√ľr bunte W√§sche geeignet, da es hier als Farbfestiger wirkt. Auf wei√üer W√§sche kann es Verf√§rbungen geben.

Klette:

Jetzt ist es Zeit nach Klettenwurzeln zu graben. Da die Klette eine zweij√§hrige Pflanze ist, musst du nach Kletten im ersten Jahr suchen, also solche die nur eine Blattrosette haben. Wenn sich die Kraft zum √úberwintern in die Wurzel zur√ľckzieht (also wenn oberirdisch alles verwelkt), ist der richtige Zeitpunkt zum Ausgraben.

Die Klettenwurzel hat entgiftende, ausleitende, hautreinigende und haarst√§rkende Wirkung. Du kannst sie als Tee, Tinktur, Haaressig oder √Ėlauszug verarbeiten.

Hagebutte:

Hagebutten werden nach dem ersten Frost weich. Wenn du das Mark frisch essen möchtest oder die Hagebutten zu Mus oder Marmelade verarbeiten willst musst du so lange warten.

Aber f√ľr die Verarbeitung f√ľr Tee, Tinktur, Essigauszug oder √Ėlauszug kannst du die Fr√ľchte schon jetzt ernten. Wenn nach dem Auszug gut gefiltern wird (ideal ist ein Papierteefilter), brauchen die Kerne nicht entfernt werden. Beim frisch essen oder f√ľr Marmelade muss man darauf achten, dass man die Kerne entfernt. Sie haben kleine H√§rchen, die mit Widerhaken besetzt sind, und starken Juckreiz verursachen.

Hagebutten sind (neben Sanddorn) die Vitamin C reichsten einheimischen Fr√ľchte und enthalten auch viele Antioxidantien. Somit helfen sie uns unser Immunsystem zu st√§rken, verschaffen Linderung bei Erk√§ltungen und sind eine tolle Hautpflege.


Fr√ľhlingserwachen¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†¬† ¬†¬†¬† M√§rz 2019

Tags√ľber w√§rmt die Sonne die Luft, die V√∂gel zwitschern, um die Palmk√§tzchen surren schon Insekten, die ersten Knospen der Str√§ucher und B√§ume platzen auf, √ľberall sprie√üt frisches Gr√ľn und die ersten bunten Bl√ľtentupfen erscheinen auf den Wiesen... es ist Fr√ľhling!

 

Die Natur erwacht und alles streckt sich der Sonne entgegen!

Beim Fr√ľhlingsspaziergang kann man nun t√§glich neue Pflanzen entdecken, die gestern noch nicht da waren.

Die ersten zarten Spitzen vom B√§rlauch bohren sich durchs Laub. An gesch√ľtzten sonnigen Pl√§tzen treibt bereits der Giersch aus. Die saftig gr√ľn gl√§nzenden Bl√§tter des Scharbockskrautes geh√∂ren zu den ersten Vitaminlieferanten im Fr√ľhling. Auf den Wiesen und unter Hecken sprie√üen Schneegl√∂ckchen, Primeln und Leberbl√ľmchen. Aus den Hecken und am Waldrand leuchten die gelben Bl√ľten der Kornellkirsche.

Beim heutigen Morgenspaziergang habe ich bereits die ersten Bl√ľten von Lungenkraut entdeckt und ein junge zarte Bl√§ttchen der Schafgarbe gesammelt. Im Garten habe ich sogar schon ein paar wei√üe und lila Bl√ľten vom Veilchen gefunden!

 

Jetzt geht alles Schlag auf Schlag, man kann der Natur förmlich zusehen beim Wachsen.

Wir sp√ľren auch wie es uns wieder hinauszieht, in die Natur, an die frische Luft und in die Sonne. Wenn wir diesem Drang folgen k√∂nnen wir in der erwachenden Natur t√§glich Neues und Fasizinierendes entdecken.

Ich w√ľnsche euch viel Freude beim Start ins Kr√§uterjahr!


Räuchern im Jahreskreis                                                                                                   November 2018

Das Vergl√ľhen von Pflanzen oder Pflanzenteilen - R√§uchern - hat bereits eine sehr lange Tradition. Im Laufe der Geschichte wurde zur Huldigung von G√∂ttern und Ahnen, bei schamanischen Ritualen, zur Heilung, zum Orakeln, als Schutz, zur Aromatisierung von R√§umen und Textilien, zur Sch√§dlingsabwehr oder auch zur Konservierung von Lebensmitteln ger√§uchert.

Bis heute ist das Räuchern in unserem Brauchtum verankert. Auch die keltischen Jahreskreisfeste sind eine gute Möglichkeit, um passend zu den vorhandenen Energien zu räuchern.

 

Die 8 keltischen Jahreskreisfeste ergeben sich aus den Sonnwenden, den Tag-Nacht-Gleichen und dazwischen durch den Mondzyklus bestimmte Kreuzvierteltage. Die angef√ľhrten Daten sind nur eine Orientierung, meist werden die feste zum passenden Mond und den vorhandenen Energien in der Natur gefeiert.

Das keltische Jahr startet mit Samhain von 31. Oktober auf 1. November. Hier beginnt du dunkle Jahreszeit, es ist die Zeit des R√ľckzugs und des Loslassens.

Beim Julfest, der Wintersonnwende (21. - 24. Dezember) wir die Neugeburt des Lichtes gefeiert.

Die Raunächte zwischen 24. Dezember und 12. Jänner sind die Zeit zwischen der Zeit. In dieser Zeit gibt es sehr viel Brauchtum, wie auch unser Silvester, um negative Energien und böse Geister fernzuhalten.

Mit Imbolc von 1. auf 2. Februar wird es langsam heller und wir haben bereits eine erste Vorahnung vom Fr√ľhling. Es ist das Fest den Neubeginns und der Reinheit.

Die Fr√ľhlings-Tag-Nacht-Gleiche (21. - 23. M√§rz) und Ostara ist das Fest der neu erwachten Fr√ľhlingskr√§fte.

Beltane oder Walpurgis von 31. April auf 1. Mai feiert das Leben, die F√ľlle und die Fruchtbarkeit.

Mit Johanni (Sommersonnwende zwischen 21. und 24. Juni) haben wir den längesten Tag des Jahres erreicht. Es ist einen Sonnenfest! Außerdem beginnt die wichtigste Zeit zum Kräuter ernten.

Mit Lughnasadh von 31. Juli auf 1. August und Mabon (Herbst-Tag-Nacht-Gleiche um den 21. September) geht das keltische Jahr zu Ende.

 

Unabh√§ngig von den 8 Jahreskreisfesten kann das ganze Jahr √ľber mit Kr√§utern ger√§uchert werden. R√§uchern wirkt √ľber den Geruchssinn direkt auf unser Gehirn und unsere Emotionen. Wir k√∂nnen beim R√§uchern die rein wissenschafliche Ebene betrachten, wie die keimt√∂tende und desinfizierende Wirkung. Auf der anderen Seite wirkt R√§chern auch subtiler, auf unsere Gef√ľhle, unseren Geist, unsere Seele - wenn wir das zulassen.


Herbst-Tag-Nacht-Gleiche - 21. September                                                                 September 2017

Um den 21. September haben¬†Tag und Nacht die gleiche L√§nge. Der Sommer geht nun endg√ľltig zu Ende, das Laub verf√§rbt sich, die N√§chte werden k√ľhler und in der Fr√ľh legen sich Nebelschleier √ľber die Landschaft.

Dieses¬†√Ąquinoktium¬†(=Tagnachtgleiche) markiert auch den astronomischen Herbstbeginn.¬†

Von nun an werden die Nächte wieder länger.

 

Auch wenn jetzt die¬†dunkle Jahresh√§lfte beginnt¬†k√∂nnen wir den Herbst in vollen Z√ľgen genie√üen. Die¬†Herbstsonne¬†taucht alles in ein¬†goldenes Licht. In diesem Licht kommt das¬†Farbenspiel¬†der sich verf√§rbenden Bl√§tter erst so richtig zur Geltung. Bei herbstlichen Spazierg√§ngen k√∂nnen wir die frische Luft genie√üen, das Laub raschelt unter unseren F√ľ√üen und wir k√∂nnen uns an den Gaben der Natur erfreuen. Man findet nun reife Beeren, N√ľsse, Fr√ľchte und Pilze.

 

Bevor aber die dunkle Jahreszeit kommt, wird die Ernte eingebracht. Traditionell findet zu dieser Zeit auch das¬†Erntedankfest¬†statt - ein¬†Freudenfest der F√ľlle und Dankbarkeit. Au√üerdem ist es ein¬†Fest des Teilens. Unsere Vorfahren lie√üen die letzten √Ąhren des Feldes stehen, um der Vegetationsgottheit zu danken und den Wildtieren Nahrung zu lassen. Die besten Fr√ľchte wurden den G√∂ttern, den Ahnen und der Natur geopfert. Damit erhoffte man sich auch f√ľr das n√§chste Jahr Fruchtbarkeit und gute Ernte.

 

Traditionell wurde bei diesem wichtigen Jahreskreisfest auch ger√§uchert.¬†F√ľr die vor allem¬†segnenden R√§ucherungen¬†kommen Alant, Johanniskraut, Lavendel, Rose oder Weihrauch zum Einsatz.

 

Neben der Dankbarkeit und F√ľlle ist der Herbst auch die¬†Zeit des R√ľckzugs und "in¬†sich gehens". Welche Ernte habe ich pers√∂nlich eingebracht, wo herrscht bei mir F√ľlle und die M√∂glichkeit des Teilens? Au√üerdem¬†werden die Samen f√ľr das n√§chste Jahr, f√ľr die n√§chste Ernte ausgebracht.


Johanni / Sommersonnwende  - 21. Juni                                                                                   Juni 2017

Zur Sommersonnwende erleben wir den¬†l√§ngsten Tag und die k√ľrzeste Nacht. Alles w√§chst √ľppig und bl√ľht.¬†Wir feiern die Kraft der Natur!¬†Traditionell werden zu Johanni gro√üe Feuer entz√ľndet um diese Kraft zu huldigen und mit dem entstehenden Rauch die Ernte zu sch√ľtzen.

Gleichzeitig wird zu dieser Zeit auch der Same f√ľr Neues gelegt.

 

Um Johanni beginnt auch die¬†beste Zeit zum Sammeln vieler Sommerkr√§uter. Auf den Wiesen bl√ľhen nun¬†Schafgarbe, Margeriten, Kamille, Salbei, Dost, Frauenmantel, K√∂nigskerze, Beifuss¬†und das f√ľr diese Zeit so wichtige Johanniskraut. Diese Wildkr√§uter tragen nun die Kraft der Sonne in sich.

Durch die sommerlichen Temperaturen k√∂nnen die gesammelten Kr√§uter sehr schnell im Freien getrocknet und zu Tee oder R√§ucherwerk verarbeitet werden.¬†Es ist auch die ideale¬†Zeit um √Ėle und Tinkturen anzusetzen. √Ėlans√§tze, Alkoholans√§tze und Trockenen sollte immer im Schatten stattfinden.

 

 

Nur das Johanniskraut ben√∂tigt f√ľr den Ansatz von¬†Rot√∂l¬†die pralle Sommersonne. Daf√ľr sammelt man Johanniskrautbl√ľten, presst¬†diese in ein Glas und bedeckt alles mit Pflanzen√∂l. Den √Ėlansatz nun bis zu 8 Wochen¬†in der Sonne ziehen lassen. Nach und nach f√§rbt sich das √Ėl,¬†durch den in den Bl√ľten enthaltenen Farbstoff Hypericin, rot. Schon beim Sammeln der Bl√ľten macht sich der Farbstoff bemerkbar, die Finger f√§rben sich rot. Nach¬†bis zu 8 Wochen das √Ėl abseihen und lichtgesch√ľtzt in dunklen Flaschen aufbewahren.

Es kann nun pur¬†als Pflege√∂l¬†(bei Muskelschmerzen oder Verbrennungen) oder als Grundlage¬†f√ľr Kosmetik¬†verwendet werden. Johanniskraut erh√∂ht, innerlich und √§u√üerlich angewandt, die Lichtempfindlichkeit. Daher im Sommer und bei hoher Lichteinstrahlung vorsichtig dosieren.


Ostara  - 21. März                                                                                                                        März 2017

Die¬†Fr√ľhlings-Tag-Nacht-Gleiche¬†am 21. M√§rz haben schon die Germanen gefeiert. Sie haben das Fest nach ihrer¬†Fr√ľhlingsg√∂ttin Ostara¬†benannt.¬†

Bei diesem Fr√ľhlingsfest feiern wir das Licht, die Lebenskraft und die Fruchtbarkeit. Es wird symbolisiert durch den Keimling, der die Erde durchsto√üen hat und nun das Licht genie√üt.

 

Am 21. M√§rz¬†erleben wir die¬†erste Fr√ľhlingssonne. Von nun an werden die Tage wieder l√§nger als die N√§chte. Man sp√ľrt die W√§rme der Sonne und die Fr√ľhlingskr√§fte. Alles beginnt zu Gr√ľnen und zu Wachsen. Weide und Hasel bl√ľhen und erfreuen uns mit ihren "Palmk√§tzchen", Veilchen tauchen die Wiesen in violett und wei√ü, und √ľberall sieht man gelbe Tupfer von Primeln, Schl√ľsselblume und Huflattich.

 

 

Der beginnende Fr√ľhling schenkt uns auch viele Fr√ľhlingskr√§uter, die uns Kraft geben und uns helfen den Winter hinter uns zu lassen. Bereits jetzt kann man die frischen Triebe von¬†B√§rlauch, Giersch und Brennnessel¬†ernten.

Aus ihnen kann man Pesto, Aufstriche, Salate und Suppen zubereiten oder sie einfach als frischen Brotbelag genießen.

Diese Fr√ľhlingskr√§uter wirken entgiftend und ausleitend. Au√üerdem liefert das frische Gr√ľn¬†viele Vitamine sowie¬†Mineralstoffe¬†und wirkt vitalisierend und st√§rkend.¬†

 

Ich w√ľnsche euch einen sch√∂nen Start in den Fr√ľhling!


Die Rauhn√§chte - Zeit f√ľr den Neubeginn ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† Dezember 2016

Die Rauhnächte sind die 12 Nächte zwischen 25. Dezember und 06. Jänner. Sie sind altes europäisches Brauchtum und haben ihren Ursprung vermutlich im Unterschied zwischen dem Sonnenjahr (365 Tage) und dem germanischen Mondjahr (354 Tage).

Damit stehen sie f√ľr die¬†Zeit zwischen der Zeit. Das Alte geht zu Ende und das Neue beginnt.

Viele, teilweise regionale, Traditionen und Br√§uche gehen auf die Rauhn√§chte zur√ľck.

 

In diesen 12 N√§chten ist die¬†Grenze zur Anderswelt sehr d√ľnn und durchl√§ssig.¬†

Dadurch ist die Kontaktaufnahme mit der Geistwelt leichter möglich. Die Rauhnächte sind der Höhepunkt des Orakeljahres. Schon immer wurde in zahlreichen Orakelzeremonien die Geistwelt befragt. 

In der¬†Traumdeutung¬†steht jede der 12 N√§chte stellvertretend f√ľr einen Monat des kommenden Jahres. In anderen Traditionen wird in den ersten 6 N√§chten Vergangenes abgeschlossen und in den folgenden 6 N√§chten Kommendes visioniert.

Auch heute noch wird, wie etwa beim Bleigießen zu Silvester, das Orakel befragt.

 

Der durchl√§ssige Schleier zur Anderswelt erm√∂glicht aber auch, dass Geistwesen in die Welt der Lebenden kommen. Viele Traditionen und Br√§uche gehen auf diese¬†Abwehr der b√∂sen Geister¬†zur√ľck. Aus Angst vor den Geistern wird nach Einbruch der Dunkelheit das Haus nicht mehr verlassen. In diesen N√§chten wird keine W√§sche zum Trocknen aufgeh√§ngt, da sich die Geister darin verfangen k√∂nnten. Das Silvesterfeuerwerk und B√∂llern soll die b√∂sen Geister verjagen. Auch die Perchtenl√§ufe gehen auf die Rauhn√§chte zur√ľck.

 

Traditionell wird in den Rauhnächten auch geräuchert.

F√ľr¬†reinigende und segnende R√§ucherungen¬†wird Beifuss, Engelwurz, Fichtenharz, Holunder, Lavendel, Salbei und Mistel verwendet.

Begleitende¬†R√§ucherungen f√ľr Orakelbefragungen¬†werden mit Alraune, Myrrhe, Rose, Weihrauch und Beifuss durchgef√ľhrt.